Dein Tier hat weicheren Kot, seit du das Futter umgestellt hast – und du fragst
dich, ob das schon ein Alarmsignal ist? In den meisten Fällen: nein.
Der Darm von Hund und Katze beherbergt eine bakterielle Gemeinschaft, die auf die
bisherige Nahrung eingestellt ist. Ändert sich die Zusammensetzung des Futters,
muss sich diese Darmflora erst neu ausbalancieren. Genau dieser Anpassungsprozess
zeigt sich häufig als vorübergehend weicherer Kot.
Beim Hund ist das gut belegt: Eine Untersuchung zum Wechsel von Trockenfutter auf
gekochte Vollwertkost zeigte, dass rund die Hälfte der Hunde mit weicherem Kot oder
Erbrechen reagierte. Weicher Kot in den ersten 3–7 Tagen einer Umstellung ist damit
statistisch die Regel, nicht die Ausnahme.
Woran du erkennst, dass es noch im normalen Rahmen liegt:
- Der Kot ist weicher, aber noch geformt
- Dein Tier ist weiterhin fit, frisst normal und zeigt unverändertes Verhalten
- Die Symptomatik bessert sich innerhalb einer Woche
Woran du erkennst, dass du handeln solltest:
- Der Zustand hält länger als 7 Tage an oder verschlechtert sich
- Zusätzliche Symptome wie Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Antriebslosigkeit treten auf
- Bei der Katze: jede anhaltende Verweigerung von Futter über 24 Stunden
Der wichtigste praktische Tipp: die Futterumstellung verlangsamen, statt sie
abzubrechen. Ein kleinerer Anteil neuen Futters, über mehr Tage gestreckt, reicht
der Darmflora meist, um sich anzupassen.
Mehr zur Futterumstellung beim Hund liest du hier : www.futterwechsel.de/hund/futterumstellung
Mehr zur Futterumstellung bei der Katze hier: www.futterwechsel.de/katze/futterumstellung
